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Umweltschutzreferat
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Klimaschutzmanagerin
Myrthe Baijens
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70794 Filderstadt

E-Mail: mbaijens@filderstadt.de
Telefon: 0711/ 7003-676

Aktuelles Klimaschutz

Tomorrow: Die Welt ist voller Lösungen


Filmvorführung & Diskussion
Freitag 16. März 2018, 19:00 Uhr
Evang. Gemeindehaus Sielmingen, Hauptstr. 10.
Der Eintritt ist frei.

Klimawandel, Ressourcenverbrauch, Verkehrskollaps, Politikverdruss. An allen Ecken und Enden drohen Katastrophen: Ist die Welt überhaupt noch zu retten?

Angesichts der enormen Herausforderungen und all der negativen Botschaften, ist es an der Zeit, uns den positiven Beispielen zu widmen – denn es gibt sie! 
 
Der Film Tomorrow zeigt ohne erhobenen Zeigefinder Menschen, Firmen und Städte die erfrischend andere, nachhaltige Wege gehen. Es sind zwar nur einzelne Lösungsansätze, aber die Summe zeichnet eine Vision einer anderen Zukunft. Tomorrow ist ein Film der Mut macht und der zeigt: Eine nachhaltige Zukunft muss keine Utopie sein! 

Im Anschluss an den Film erfolgt eine Diskussion mit dem städtischen Klimaschutzmanager: Welche Lösungen gibt es bereits in Filderstadt? Was müsste angepackt werden?  

Nachbericht des Diskussionabends Klimawandel

Der Diskussionsabend zum Klimawandel fand am 30. November 2017 in der Stadtbibliothek in Bernhausen statt.  

Nach der offiziellen Begrüßung durch Herrn Bürgermeister Molt beleuchtete der städtische Klimaschutzmanager Hannes Lauer unterschiedliche Aspekte des Klimawandels in seinem Inputvortrag. Neben den wissenschaftlichen Fakten zu Auswirkungen und Ursachen des Klimawandels, lag der Fokus hierbei auf den vielseitigen gesellschaftlichen Herausforderungen. Durch aufgeführte Praxisbeispiele, unter anderem aus der Forschung Lauers aus dem westafrikanischen Gambia, wurden globale Zusammenhänge hergestellt.

In einer angeregten Diskussion wurden abschließend Themen der Klimagerechtigkeit, der Probelme unseres wirtschaftlichen Wachstums, der Verwendung von Geldern zur Anpassung an den Klimawandel und der individuellen Handlungsoptionen kritisch betrachtet.


Zum Abschluss des Abends konnten die Teilnehmenden auf zwei Pinnwänden ihre Gedanken und Wünsche zu folgenden zwei Fragen hinterlassen:
1. Ich wünsche mir für Filderstadt im Bereich des Klimaschutzes... ?
2. Klimaschutz bedeutet für mich.... ?


Die genauen Antworten sind hier aufgelistet:

Ich wünsche mir für Filderstadt im Bereich des Klimaschutzes ...

  • Weniger motorisierten Verkehr ->weniger Flächenversiegelung
  • Wenn motorisiert, dann ÖPNV
  • Erhöhte Radfahrfreundlichkeit
  • Divestment bzgl. fossiler Energieträger
  • Massive Aufklärung
  • Mehr echte Teilhabe der Bürger
  • Aufhören mit der naiven Bevormundung, z.B. im Amtsblatt
  • Mehr Investitionen im Bereich ÖPNV
  • Mehr Aktive
  • Informieren
  • Zurück zum Einzelhandel
  • weniger Verpackungen verwenden
  • kostenloser öffentlicher Nahverkehr
  • mehr Solarzellen
  • mehr Streuobstwiesen, Pflege, Frischluftschneisen
  • weniger Verkehr in der Innenstadt
  • allgemeiner Lärmschutz
  • mehr konkrete Initiativen zum Klimaschutz (Öffentlichkeitsarbeit)
  • Aufklärung mit Wirkung

Klimaschutz bedeutet für mich ...

  • richtigen fairen Handel
  • Egoismus abbauen
  • Mehr Investitionen in ÖPNV
  • Mehr regionale Lebensmittel
  • Umweltbewusst leben
  • Keine Energieverschwendung
  • Fahrrad statt Auto
  • Endlich massiv das Problem der Überbevölkerung (v.a. in Afrika) anzugehen
  • Aufhören mit der fanatischen Selbstüberschätzung der EU-Länder
  • Hinwirken auf eine möglichst geringen Abweichung von der natürlichen Klimaentwicklung
  • Ist für mich persönlich vielleicht keine Existenzfrage mehr – aber mit Sicherheit für nachfolgende Generationen
  • Leben
  • Weniger Auto fahren
  • Mehr alternative Stromerzeugung
  • Weniger Fleisch produzieren
  • Weniger Dünger auf den Feldern
  • Mehr Streuobstwiesen
  • Sparsamer Stromverbrauch in Haushalten, Firmen, Fabriken
  • „Nachhaltigkeit“ verankern

Filderstadt auf der COP23 in Bonn: Ergebnisse & Junge Stimmen

Bei der vergangenen Weltklimakonferenz in Bonn haben 197 Vertragsparteien an der Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens weitergearbeitet. Wichtig für die kommunale Ebene war auch die Erkenntnis, dass Städte und Gemeinden, die ausführende Ebene sind und mehr Bedeutung erfahren sollen. Insbesondere jetzt, da ein wichtiges Land wie die USA droht aus dem Pariser Abkommen auszusteigen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage des Klimabündnisses.

Der Klimaschutzmanager der Stadt Filderstadt Hannes Lauer war live dabei und hat ein paar junge Stimmen aus der ganzen Welt zum Thema Klimaschutz eingefangen:

Marielle Papin aus Quebec City (Kanada)

Was machst du zur Zeit?
Ich bin PhD Studentin.

Denkst du deine Stadt unternimmt genügend für die Bekämpfung des Klimawandels?
Ganz und gar nicht. Quebec ist eine typische nordamerikanische Stadt. Es ist eine Stadt mit einer großen Ausdehnung in die Fläche, aber eigentlich nur einer halben Million Einwohnern. Jeder hat ein oder mehrere Autos und man braucht sie tatsächlich auch zum Leben. Die Mobilität basiert komplett auch dem Auto. Ich komme ursprünglich aus Frankreich und bin diese Lebensart nicht gewohnt. Das hat auch Konsequenzen auf die Freizeit: Es ist zum Beispiel ganz normal, dass man seine Freizeit in den großen Shopping Mall verbringt – und natürlich fährt man dort mit dem Auto hin.
Das Seltsame ist, dass Quebec von Natur umgeben ist und die Menschen stolz darauf sind. Sie wissen, dass die Natur das Aushängeschild Quebecs ist. Trotzdem ist man noch nicht bereit seinen Lebensstil zu verändern.

Was kann getan werden? Was könnte deine Stadt für den Klimaschutz tun?
Wir brauchen auf jeden Fall bessere öffentliche Verkehrsmittel und eine andere Stadtentwicklung. Was auch erforderlich ist, ist mehr Bewusstseinsbildung und der Wille für Veränderungen zu sorgen.

Ist die Stadt die richtige Ebene im Kampf für mehr Nachhaltigkeit?
Die Welt ist komplex. Wir brauchen Handlungen auf verschiedenen Ebenen, um dieser Komplexität gerecht zu werden. Städte sind eine dieser wichtigen Handlungsebenen.


Jwalit Padya aus Vadodara (Indien)

Was machst du zur Zeit?
Ich bin Student.

Denkst du deine Stadt unternimmt genügend für die Bekämpfung des Klimawandels?

Nein! Unser größtes Problem ist der Verkehr. Wir haben zum Beispiel keine ernsthaften Fahrzeug- und Zulassungskontrollen.
Aber nicht alles ist schlecht. Wir haben auch ein paar gute Projekte am Laufen, zum Beispiel verschiedene Projekte im Bereich der Aufforstung.

Was kann getan werden? Was könnte deine Stadt für den Klimaschutz tun?
Wir brauchen dringend Lösungen für unser Verkehrsproblem. Auch die Industrie sollte den gesetzlichen Regeln besser Folge leisten. Denn, selbstverständlich gibt es Regeln und Gesetze, aber die meisten befolgen diese nicht.

Ist die Stadt die richtige Ebene im Kampf für mehr Nachhaltigkeit?
Ja. Veränderungen müssen vor Ort geschehen, dort wo die Menschen direkt betroffen sind.


Jui Wen Chen aus Los Angeles (USA)

Was machst du zur Zeit?
Ich bin Ingenieur.

Denkst du deine Stadt unternimmt genügend für die Bekämpfung des Klimawandels?
Nein. Die Stadt versucht manches, aber es ist nicht genug. Der Staat Kalifornien ist sehr aktiv und versucht die anderen Akteure mit zu ziehen. Aber allein wenn man sich die Verkehrsproblematik in LA ansieht - jeder hat ein Auto und ist so abhängig davon. Ich denke, das sagt einiges über die Stadt und ihren Kampf gegen den Klimawandel aus.

Was kann getan werden? Was könnte deine Stadt für den Klimaschutz tun?
Die Reduktion der Treibhausgase geht viel zu langsam von Statten. Ich bin eher pessimistisch was unsere Klimaziele angeht. Daher hat für mich die Anpassung sogar eine höhere Priorität - und daran arbeiten wir. Eine Lösung wäre neue Infrastruktur zu bauen. Wir haben Fahrbahnen entwickelt, die Wasser absorbieren wenn es regnet und so Überschwemmungen verhindern. Zusätzlich wird unterhalb der Fahrbahn das Wasser in Auffangbechern gespeichert, um es in Zeiten von Wassermangel zu verwenden – die Fahrbahn wirk wie ein Schwamm.

Ist die Stadt die richtige Ebene im Kampf für mehr Nachhaltigkeit?
Auf jeden Fall, dort müssen wir ansetzen und auch an einer neuen Infrastruktur arbeiten.


Anne aus Nairobi (Kenia)

Was machst du zur Zeit?
Ich arbeite im Forstwirtschaftlichen Weltzentrum ICRAF.

Denkst du deine Stadt unternimmt genügend für die Bekämpfung des Klimawandels?

Nein, nicht dass ich wüsste. Aber nicht alles ist schlecht, es gibt auch ein paar positive Beispiele: Wir haben Wälder mitten in der Stadt, einer, der Karura Wald ist sogar sehr berühmt. Es gab Pläne ihn zu zerstören, aber die Bevölkerung kämpfte für den Wald und nun bleibt er bestehen. Zudem haben wir sogar einen Nationalpark mitten in der Stadt. Aber außer solchen einzelnen positiven Beispiel sehe ich keine gezielten Handlungen zur CO2 Reduzierung. Ich habe das Gefühl, dass nicht viel in dieser Hinsicht geschieht.

Was kann getan werden? Was könnte deine Stadt für den Klimaschutz tun?
Das erste was ich verbessern würde, ist unser Verkehrssystem. Leider tut sich hier aber sehr wenig.

Ist die Stadt die richtige Ebene im Kampf für mehr Nachhaltigkeit?
Ich denke es ist wichtig, dass die politischen Rahmenbedingungen auf der nationalen Ebene gesetzt werden. Diese Rahmenbedingungen beeinflussen dann alle anderen Ebenen. Auf der untersten Ebene brauchen wir dann konkrete Handlungen – also in den Städten!


Kathia Roman aus Fortaleza (Brasilien)

Was machst du zur Zeit?
Ich bin Studentin.

Denkst du deine Stadt unternimmt genügend für die Bekämpfung des Klimawandels?
Nein. Besonders die Umsetzung der Politik ist schwierig. Politiker schauen eher auf die nächsten Wahlen, als auf das Thema oder das Problem selbst.

Was kann getan werden? Was könnte deine Stadt für den Klimaschutz tun?
Zuerst brauchen wir mehr Umweltbildung. Die zukünftige Generation könnte dann Politiker beeinflussen und mehr Druck ausüben um die rechtlichen Rahmenbedingungen zu etablieren. Das Problem ist, dass alle zuerst denken, der Schutz der Umwelt koste nur Geld man bekomme nichts zurück.

Ist die Stadt die richtige Ebene im Kampf für mehr Nachhaltigkeit?
Städte und Kommunen sind die kleinste Einheit. Brasilien ist so groß, dass nur die Städte die Chance haben die Leute zu erreichen. Von der nationalen Ebene ist es sehr schwer die Leute zu erreichen und ihre Bedürfnisse zu befriedigen - vor allen in einem so großen Land.


Fran aus Leister (UK)

Was machst du zur Zeit?
Ich bin Studentin.

Denkst du deine Stadt unternimmt genügend für die Bekämpfung des Klimawandels?
Nein. Es gab diese „Grüne-Stadt-Initiative“, aber nichts Neues ist passiert, nichts ist sichtbar. Die Luftverschmutzung ist ein großes Problem, die Fahrradwege sind schlecht, vieles ist schlecht beim Thema Klimaschutz!

Was kann getan werden? Was könnte deine Stadt für den Klimaschutz tun?
Ein wichtiger Ansatzpunkt wäre es an der Dezentralisierung zu arbeiten und für bessere Verbindungen zwischen den Orten und Stadtteilen zu sorgen. Man könnte auch über Beschränkungen für die Autos im Stadtzentrum nachdenken. Auf jeden Fall brauchen wir auch mehr Investitionen in erneuerbare Energien, aber hier ist man auch wieder von der nationalen Politik abhängig.

Ist die Stadt die richtige Ebene im Kampf für mehr Nachhaltigkeit?
Das ist eine gute Frage und ich bin ein bisschen zwiegespalten. Städte sind groß genug, um Veränderungen sichtbar zu machen und klein genug, um die Bürokratie außen vorzulassen. Deshalb sind Städte der richtige Punkt für Veränderungen. Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob der Wandel in Städten ausreicht. Ich bin mir zum Beispiel nicht sicher, ob Ökostädte wirklich wirksam sein können und auf einen größeren Kontext übertragbar sind. Jedenfalls sind Städte die Ebene auf der man Demokratie am direktesten spüren kann, wo Demokratie zum Tragen kommt. Das ist etwas Gutes!


Filderstadt auf der Weltklimakonferenz in Bonn

In Bonn treffen sich 25.000 Delegierte, um die Umsetzung des Pariser Abkommens zu diskutieren. Hier werden wichtige Entscheidungen für die Klimapolitik der Zukunft getroffen.
Klimaschutz findet auf vielen Ebenen statt und fängt in den Städten an! Filderstadt geht voran und nimmt seine Verantwortung wahr: Mehr unter: www.filderstadt-klimaschutz.de.


Am Stand des Klimabündnisses (Filderstadt ist Mitglied seit 1992) traf der Klimaschutzmanager Hannes Lauer auf Patricia Espinosa, die Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) – sie ist die Gastgeberin der Konferenz.


Filderstadt als Best-Practise Beispiel beim Treffen der Klimaschutzmanager

Jedes Jahr treffen sich die Klimaschutzmanager und Klimaschutzbeauftragten der Bundesländer Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zu einem Ehrfahrungsaustausch. Dieser Austausch fand 2017 am 30. Mai in Mannheim statt.
Das diesjährige Treffen wurde auch von SWR3 begleitet.

Die Kooperationsprojekte ÖEN-Mentoren, PANORAMA und ÖkoKids mit dem Filderstädter Verein INTEGRA gelten deutschlandweit als Musterprojekte, da sie die Bereiche Klimaschutz/Nachhaltigkeit mit der Thematik der Integration vorbildlich verbinden. Daher wurde Filderstadts Klimaschutzmanager Hannes Lauer nach Mannheim eingeladen, um den Kolleginnen und Kollegen diese Filderstädter Projekte vorzustellen.  



Kurzfilme "Nur mal kurz die Welt retten..."

Der 2. Filderstädter und Waldenbucher Klimagipfel stand ganz im Zeichen der Kurzfilme. Unter dem Titel Nur mal kurz die Welt retten.... hatten Filderstädter und Waldenbucher Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb teilgenommen. In einer feierlichen Abschlussveranstaltung wurden am 21. Februar 2017 die Preise an die Gewinner vergeben.

Die freigegebenen Filme sind auf Youtube zu sehen:

Gewinner Kategorie über 13:

Just savin' the world #

weitere Filme

Die Umweltzauberer
KlimaFreunde 2016
Klimawandel im Jahr 2075
Klimaschutz Alltagstipps

1. Filderstädter und Waldenbucher Klimagipfel


Im Herbst 2015 fand der 1. Filderstädter und Waldenbucher Klimagipfel statt. Die interkommunale Veranstaltung wurde als mehrere Monate dauernde Veranstaltung konzipiert, die an zwei Veranstaltungen im Dezember ihren Höhepunkt fand. Das Highlight des Klimagipfels war die Abendveranstaltung am 9. Dezember in der FILharmonie. Nach einem Input durch Dr. Franz Alt wurde in einer Podiumsdiskussion die Klimapolitik vor dem Hintergrund des neuen Pariser Abkommens diskutiert.




Bereits am 5. Dezember fand in Waldenbuch ein Workshop-Nachmittag zum Thema Upcycling statt und am Abend wurde im Rahmen der Theateraufführung des Refugee Hope Theaters Nairobi die ersten Preise des Kunstwettbwerbs "Leben mit dem Klimawandel - oder wie würdest du das Klima retten?" überreicht




Den ersten Preis des Kunstwettbewerbs "Leben mit dem Klimawandel - oder wie würdest du das Klima retten?" gewann Eileen Beck von der Werkrealschule Seefälle. Sie gewann mit einem Bild mit dem Titel "Die Welt mit zwei Gesichtern". Ihr Preis wurde im Rahmen einer Präsentation in der WRS übergeben